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Eine Person überprüft die Produktion über ein Tablett

Smart Factory: Vernetzte Produktion und intelligente Intralogistik

Eine Produktion, in der Maschinen miteinander kommunizieren, Materialbedarfe automatisch erkannt und Prozesse flexibel angepasst werden: Genau hier setzt die Smart Factory an. Maschinen, Produkte, IT-Systeme und Intralogistik tauschen Daten aus und schaffen damit die Grundlage für transparentere und zunehmend automatisierte Abläufe.

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Automatisierung & Digitalisierung im Lager

Was ist eine Smart Factory?

Eine Smart Factory ist eine digital vernetzte Produktionsumgebung, in der Maschinen, Produkte, Menschen und Logistiksysteme Daten austauschen. Sensoren, Industrial Internet of Things, künstliche Intelligenz und digitale Zwillinge ermöglichen es, Produktions- und Materialflussprozesse transparenter, flexibler und teilweise automatisiert zu steuern.

Industrie 4.0 beschreibt dabei den übergeordneten digitalen Transformationsprozess industrieller Wertschöpfung. Die Plattform Industrie 4.0 stellt insbesondere flexible und vernetzte Wertschöpfungssysteme sowie Interoperabilität als wesentliche Merkmale heraus.

Wie funktioniert eine Smart Factory?

In einer Smart Factory sind Maschinen, Lagerplätze, Behälter, Transportsysteme und IT-Anwendungen miteinander vernetzt. Sensoren erfassen beispielsweise Maschinenzustände, Bestände oder Positionen. Die Daten werden ausgewertet und für weitere Prozesse genutzt.

So kann ein Produktionssystem erkennen, dass Material benötigt wird. Daraus entsteht beispielsweise ein Nachschubauftrag, das benötigte Material wird bereitgestellt und anschließend zur Produktionslinie transportiert.

Welche Technologien kommen in der Smart Factory zum Einsatz?

Typische Technologien sind:

  • Sensoren und Industrial Internet of Things
  • Barcode und RFID
  • künstliche Intelligenz
  • digitale Zwillinge
  • ERP-, MES- und Warehouse-Management-Systeme
  • Smart Labels
  • fahrerlose Transportsysteme
  • automatisierte Lagertechnik

Künstliche Intelligenz kann Produktionsdaten analysieren und beispielsweise bei Produktionsplanung, Qualitätssicherung, Prozessoptimierung oder vorausschauender Wartung unterstützen. Fraunhofer nennt KI und Machine Learning inzwischen ausdrücklich als wichtige Technologien für industrielle Anwendungen in Produktion und Logistik.

Was ist ein digitaler Zwilling?

Ein digitaler Zwilling bildet eine Maschine, ein Produkt oder einen Produktionsprozess digital ab. Das virtuelle Modell wird mit Daten aus der realen Umgebung verbunden.

Damit können Unternehmen Zustände überwachen, Veränderungen simulieren oder Wartungsbedarf frühzeitig erkennen. Auch bestehende Anlagen lassen sich durch Sensorik und IoT-Anbindungen zunehmend in digitalisierte Produktionssysteme integrieren.

Welche Vorteile bietet eine Smart Factory?

Der entscheidende Vorteil liegt nicht allein in der Digitalisierung. Eine Smart Factory soll Unternehmen dabei unterstützen, schneller und flexibler auf Veränderungen zu reagieren.

Zu den möglichen Vorteilen gehören:

  • flexible Fertigung unterschiedlicher Varianten
  • wirtschaftlichere Produktion kleiner Losgrößen
  • höhere Transparenz über Maschinen und Material
  • weniger manuelle Abstimmungen
  • frühzeitige Erkennung von Störungen
  • optimierte Materialbestände
  • geringere Such- und Transportzeiten
  • bessere Planbarkeit von Wartungsarbeiten

Die Plattform Industrie 4.0 sieht Datenverfügbarkeit, Vernetzung und flexible Wertschöpfungssysteme als zentrale Bestandteile der industriellen Transformation.

Ein entscheidender Punkt wird dabei häufig unterschätzt: Eine flexible Produktionsmaschine bringt wenig, wenn das benötigte Material nicht rechtzeitig bereitsteht.

Welche Rolle spielt die Intralogistik in der Smart Factory?

Die Intralogistik verbindet Lager, Produktion, Montage und Versand. Mit zunehmender Flexibilisierung der Fertigung steigen deshalb auch die Anforderungen an den innerbetrieblichen Materialfluss.

Materialien müssen bedarfsgerecht bereitgestellt werden. Gleichzeitig sollen Bestände, Laufwege und Flächen an der Produktionslinie möglichst gering bleiben.

BITO-Lagertechnik bietet dafür verschiedene Lösungen für Produktionslinien und Produktionslogistik sowie zur Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses.

Material bedarfsgerecht bereitstellen

Eine Möglichkeit zur Produktionsversorgung sind Kanban-Systeme. Dabei wird der Nachschub durch den tatsächlichen Verbrauch gesteuert.

Durchlaufregale unterstützen zusätzlich eine übersichtliche Materialbereitstellung. Die Ware wird von einer Seite nachgefüllt und auf der gegenüberliegenden Seite entnommen. Das unterstützt das FIFO-Prinzip und trennt Nachschub und Entnahme räumlich voneinander.

Für die Bereitstellung von Bauteilen und C-Teilen können beispielsweise Durchlaufregale mit passenden Behältersystemen von BITO-Lagertechnik kombiniert werden.

Bestehende Regale digitalisieren

Eine Smart Factory erfordert nicht zwangsläufig komplett neue Lagertechnik.

Bestehende Durchlaufregale können beispielsweise mit digitalen Anzeigen und Smart Labels erweitert werden. Pick-to-Light und Put-to-Light unterstützen Mitarbeitende bei Entnahme und Bereitstellung. Informationen zu Materialstatus oder Aufträgen stehen direkt am Regalplatz zur Verfügung.

BITO-Lagertechnik bietet hierfür Lösungen zur Digitalisierung von Durchlaufregalen mit Pick-to-Light und Smart Labels. Dabei lassen sich bestehende Regalsysteme digital erweitern, ohne die komplette Anlage ersetzen zu müssen.

Material automatisch transportieren

Wiederkehrende Transportwege zwischen Lager und Produktion können automatisiert werden.

Das fahrerlose Transportsystem BITO LEOtransportiert beispielsweise Behälter innerhalb der Produktion. Es orientiert sich an optischen Fahrspuren und Markern und kann so unterschiedliche Produktionsstationen miteinander verbinden.

Damit lassen sich Materialbereitstellung, Transport und Rückführung von Leerbehältern stärker miteinander verknüpfen.

Wie wird eine bestehende Produktion zur Smart Factory?

Eine Smart Factory muss nicht auf der grünen Wiese entstehen. Gerade in bestehenden Produktionsbetrieben ist ein schrittweises Vorgehen häufig sinnvoll.

1. Materialfluss analysieren

Zunächst sollte geklärt werden:

  • Wo entstehen Wartezeiten?
  • Wo fehlt regelmäßig Material?
  • Wo gibt es unnötige Laufwege?
  • Welche Bestände werden noch manuell kontrolliert?
  • Wo entstehen Suchzeiten?
  • Welche wiederkehrenden Transporte lassen sich automatisieren?

Der Fokus sollte zunächst auf dem Prozess und nicht auf einer bestimmten Technologie liegen.

2. Mit überschaubaren Prozessen starten

Geeignete Einstiegsprojekte können sein:

  • digitale Materialanforderung
  • Behältertracking
  • digitales Kanban
  • Pick-to-Light
  • automatisierter Behältertransport
  • Digitalisierung bestehender Durchlaufregale

BITO-Lagertechnik bündelt entsprechende Anwendungen im Bereich digitale Intralogistiklösungen. Dazu gehören unter anderem intelligente Regale, Smart Labels, Behältertracking und Lösungen für automatisierte Prozesse.

3. Produktion und Intralogistik gemeinsam planen

Ein häufiger Fehler besteht darin, Produktionsmaschinen und Materialversorgung unabhängig voneinander zu optimieren.

Wird beispielsweise die Taktleistung einer Produktionslinie erhöht, muss auch ausreichend Material verfügbar sein. Andernfalls verschiebt sich der Engpass lediglich von der Maschine in die Intralogistik.

Produktion, Lagertechnik, Bereitstellung und innerbetrieblicher Transport sollten deshalb als zusammenhängender Prozess betrachtet werden.

Welche Herausforderungen gibt es?

Nicht jede technisch mögliche Automatisierung ist automatisch wirtschaftlich sinnvoll.

Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören:

  • Integration älterer Maschinen
  • unterschiedliche Schnittstellen
  • Qualität und Verfügbarkeit von Daten
  • IT- und OT-Sicherheit
  • Investitionskosten
  • Qualifikation der Mitarbeitenden
  • fehlende Prozessstandards

Vor allem die Integration bestehender Anlagen ist relevant. Fraunhofer zeigt, dass IoT-Anbindungen und intelligente Komponenten auch vorhandene Maschinen in moderne digitale Produktionsnetzwerke integrieren können.

Der wichtigste Grundsatz lautet deshalb: Nicht zuerst fragen, welche Technologie eingesetzt werden kann. Zuerst sollte geklärt werden, welches konkrete Problem im Produktions- oder Materialfluss gelöst werden soll.

Fazit: Smart Factory beginnt nicht erst an der Maschine

Die Smart Factory verbindet Produktion, Daten und Intralogistik miteinander. Sensoren, KI, digitale Zwillinge und automatisierte Systeme schaffen dafür die technische Grundlage.

Der Nutzen entsteht jedoch erst dann vollständig, wenn auch die Materialversorgung funktioniert. Bauteile müssen verfügbar sein, Bestände transparent bleiben und Materialien zuverlässig zwischen Lager und Produktionsplätzen transportiert werden.

Für bestehende Unternehmen empfiehlt sich deshalb häufig ein schrittweiser Ansatz: Prozesse analysieren, konkrete Engpässe identifizieren, einzelne Abläufe digitalisieren und die Systeme anschließend weiter vernetzen.

BITO-Lagertechnik unterstützt dabei mit Regalsystemen, Behältern sowie digitalen und automatisierten Lösungen für die Produktionslogistik.

Häufige Fragen zur Smart Factory

Was versteht man unter einer Smart Factory?

Eine Smart Factory ist eine digital vernetzte Produktionsumgebung, in der Maschinen, Produkte, Menschen und Logistiksysteme Daten austauschen. Dadurch können Prozesse transparenter, flexibler und teilweise automatisch gesteuert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Industrie 4.0 und Smart Factory?

Industrie 4.0 beschreibt die digitale Transformation industrieller Wertschöpfung insgesamt. Die Smart Factory ist die konkrete Umsetzung dieser Vernetzung innerhalb der Fabrik.

Welche Technologien benötigt eine Smart Factory?

Typische Technologien sind Sensorik, IIoT, KI, digitale Zwillinge, RFID, Barcode, Smart Labels, ERP-, MES- und Warehouse-Management-Systeme sowie automatisierte Lager- und Transportsysteme.

Welche Rolle spielt die Intralogistik?

Die Intralogistik sorgt dafür, dass Material bedarfsgerecht zwischen Lager und Produktion bereitgestellt und transportiert wird. Digitale Bestandsinformationen, intelligente Regale und automatisierte Transportsysteme verbinden dabei Informations- und Materialfluss.

Kann eine bestehende Fabrik zur Smart Factory werden?

Ja. Unternehmen können einzelne Prozesse schrittweise digitalisieren oder automatisieren. Bestehende Regale und Anlagen müssen dafür nicht zwangsläufig vollständig ersetzt werden.

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