Was ist statische Lagerhaltung?

Statische Systeme - auch Festplatzsysteme genannt - stehen der dynamischen Lagerhaltung gegenüber. Beide Methoden haben in bestimmten logistischen Situationen entscheidende Vorteile. Diese Form der Lagerhaltung eignet sich in erster Linie für Unternehmen mit einem konstant bleibenden Artikelstamm und einer übersichtlichen Artikelmenge. Zusätzlich eignet sich die Lagermethode bei kleineren Unternehmen mit überschaubarem Lager, da dadurch nicht zwingend ein Warenwirtschaftsprogramm oder eine Lagersoftware nötig sind.

Prinzip der statischen Lagerhaltung

Bei der statischen Lagerhaltung wird jedem eingelagerten Gut ein fester Platz zugeteilt. Es darf nur dort gelagert werden. Das erleichtert logistische Abläufe und eignet sich bei nur geringen Schwankungen des mittleren Lagerbestandes.

Die Packdichte sinkt etwas gegenüber dynamischer Lagerhaltung etwas. Dafür hat ein Festplatzsystem (statisches Lagersystem) den Vorteil einer Visualisierung von Fehlmengen oder Überbeständen. Es wird gern für schlanke Produktionssysteme verwendet.

Die maximale Lagermenge muss definiert werden. Das bietet bei der Einhaltung des "First In & First Out" (FIFO)-Prinzips die Möglichkeit, Durchlaufregale zu verwenden. Die zuerst eingelagerten Güter werden also auch zuerst entnommen. Dieses Prinzip kommt beispielsweise bei der Lagerung von Lebensmitteln und anderen Gütern zum Einsatz, deren Qualität durch Lagerung sinkt.

Vor- und nachteile der statischen Lagerhaltung

Unternehmen mit mehr oder weniger konstantem Artikelbestand und überschaubaren Artikelmengen, die über ausreichend Platz verfügen (auch für Saisonartikel) und ein überschaubares Lager wünschen, erhalten folgende Vorteile durch ein statisches Lagersystem:

  • Das Anlernen neuer Logistikfachkräfte benötigt kaum Zeit, weil jeder Artikel immer wieder an denselben festen Platz kommt.
  • Die manuelle Handhabung von Artikeln ist möglich. Ein ERP-System würde Erleichterung bringen, ist aber nicht - wie bei dynamischen Systemen - zwingend erforderlich.
  • Der Lagerbestand ist schnell zu überblicken. Das ist beispielsweise bei der Lagerung von Lebensmitteln wichtig.

Ab einer bestimmten Lagerkapazität setzen allerdings die meisten Unternehmen auch bei statischer Lagerhaltung auf die Unterstützung durch ERP. Der Lagerplatz wird beim Artikel eingepflegt und erscheint auf der Pickliste des Lageristen, der sich so leichter orientieren kann. Der Pick-Prozess lässt sich zusätzlich mit MDE-Geräten oder Barcode-Scannern unterstützen. Auch der Bestellprozess sowie die Auswertung der Lagerumschlagshäufigkeit und das Sortieren nach Kassenschlagern und Ladenhütern gelingen mit einem ERP-System wesentlich einfacher. Der entscheidende Nachteil des statischen Lagersystems ist der höhere Platzbedarf. Vielfach sind die Flächen zu höchstens 60 % belegt, da sie schließlich für zugeordnete Artikel (die aktuell nicht auf Lager sind) schon reserviert wurden.

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